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Exkurs: Wahrnehmungskarte - Fahrzeuge
Jedes Design verlebendigt sich über die Erlebenswirkung am Produkt,
d.h. im konkreten Umgang. Wer die konkreten Wirkungsbeziehungen zwischen Design und Verwendung kennt,
kann auch entsprechend seine Produkte optimieren und neue entwerfen.
Wie das geht: Mit den Verwendern im Fahrzeug gemeinsam herauskristallisieren, was eine Armablage mit dem
Arm macht, das Lenkrad mit der Hand, die Gerüche mit dem Sich-Aufgehobenfühlen und was das mit
der Marke zu tun hat. Beim Verwender ist alles Erleben vorhanden, nur mehr oder weniger explizit. Mit methodisch
geführten Interviews öffnet man den Zugang, Worte, Mimik und Zeigen können ausdrücken, was sich konkret abspielt.
Wenn man so z.B. ein Fahrzeug intensiv kennt, dann ist das wie ein sinnlicher Begehungsplan,
eine motivgeleitete, sensorische Karte, die man ab da organisieren und steuern kann. Sollen
Innenräume im Fahrzeug wie Wohnräume konzipiert sein oder Mobilität und Fahrdynamik
versinnlichen? Soll solider Schichtaufbau stabilisierendes Fortkommen versprechen oder abrupte Übergänge
wie in einer 3er BMW Mittelkonsole Spannungen. Manche Fahrer können so eine Mittelkonsole
seelisch nicht aushalten.
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